Rubrik: DenkmalUnterrubrik: Am Wegrand entdackt

Keine ANGST!

So lautete das Schlagwort einer Parteiwerbung bei der letzten Europa-Wahl. In Verbindung damit wurde in Aussicht gestellt, dass die Partei sich vor allem gegen Verbrechen und Drogenhandel einsetzen will.

Ob das wirklich die Ängste sind, mit denen wir im Alltag unseres Lebens zu kämpfen haben und die uns zu schaffen machen? Gewiss mag der eine oder andere mit Verbrechen konfrontiert werden. Gewiss ist Angst ein Grundproblem unseres Lebens und jeder, der verspricht, uns die Angst zu nehmen, kann sich damit leicht Gehör verschaffen. Aber in den meisten Fällen werden wir mit unser Angst allein gelassen und es gibt Ängste, die können auch Politiker, die es gut meinen, nicht beseitigen.

Was können wir also gegen die Angst tun? Der Schlüssel gegen die Angst ist Geborgenheit. Wenn Kinder Angst haben, laufen sie zur Mutter und bergen sich in ihren Armen. Da, wo sie sich geborgen fühlen, schwindet die Angst. Angst ist also weniger ein Problem der Umstände, sondern eher unserer Beziehungen. Selbst in größter Gefahr kann man ohne Angst sein, wenn man von einer starken Person beschützt wird und sich nicht auf die Gefahr, sondern auf diese Person konzentriert.

Die Klage des Propheten Jeremia enthüllt uns die Ursache unserer Angst: »Sieh, HERR, wie mir angst ist! Mein Inneres glüht, mein Herz dreht sich mir im Leibe um, weil ich so sehr widerspenstig gewesen bin« (Klagelieder 1,20). Sie liegt darin begründet, dass der Mensch sich von Gott gelöst und sich gegen ihn gewandt hat. Daraus ergibt sich aber auch, was die beste Maßnahme gegen die Angst ist: Zu Gott zurückkehren und wieder die enge Bindung an ihn suchen. Dieser Weg ist nicht verbaut - im Gegenteil - Jesus Christus hat ihn für alle gebahnt.