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Wie ich Christ geworden bin

Helmut und Angelika Mehringer berichten ...

Helmut Mehringer

Ein Platz im Himmel

Kein Mensch weiß, wann er stirbt und ob er den Abend eines Tages überhaupt noch erlebt. Je mehr ich selbst nach dem Sinn und Ziel meines Lebens fragte, suchte ich nach einer zuverlässigen Antwort auf die Frage, ob und wie ich nach meinem Tod in den "Himmel" kommen würde. Nicht nur die zahllosen Religionen, Sekten und Philosophien boten mir die unterschiedlichsten Antworten, selbst innerhalb der katholischen Kirche, in der ich überzeugt, aktiv und zufrieden aufgewachsen war, gibt es widersprüchliche Ansichten darüber: die offiziellen Lehren der Päpste, die persönlichen Standunkte von Bischöfen, Priestern und Theologen sowie die vielfältigen Ansichten des "einfachen Volkes".

So hielt ich mich an die offiziellen Lehren der "einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kriche". Ich besuchte jeden Sonn- und Feiertag die Messe, betete zur heiligen Maria, besuchte die Wallfahrtsorte Lourdes und Altötting. Ich versuchte, die Kirchengebote zu befolgen, die Sakramente wie Kommunion und Beichte regelmäßig zu empfangen und mir durch alle möglichen guten Werke, Almosen, freiwilliges Fasten und anderes mehr einen "Platz im Himmel" zu verdienen.

Von Tag zu Tag merkte ich aber deutlicher: Je mehr ich bemüht war, mir einen "Schatz im Himmel" anzulegen, umso unsicherer wurde ich darüber, ob dieser jemals ausreichen würde, dass mich Gott - wenigstens nach einer noch so langen Zeit im "Fegefeuer" - die Ewigkeit bei ihm im Himmel verbringen lassen würde. Daher strengte ich mich umso mehr an, mir durch mein Leben doch irgendwie Gewissheit zu erdienen - ein Teufelskreis.

Während meines Studiums an der Beamtenfachhochschule in Hof (Bayern) geschah es schließlich, dass mir während eines christlichen Vortragsabends "ein Kronleuchter aufging": Ich hörte davon, dass alle guten Werke und alles Bemühen, Gebote zu befolgen, überhaupt nichts dazu beitragen können, mir ewiges Leben zu verdienen. Jesus Christus hat durch seinen Kreuzestod alles getan, um die Trennung zwischen mir und Gott aufzuheben! Und die Bibel, das Wort Gottes an uns Menschen, dieses mir bis dahin so obskure Buch, zeigt dies doch so deutlich und zuverlässig auf!

Das war es, was ich die ganzen Jahre hindurch gesucht hatte! So bekannte ich schließlich dem Sohn Gottes, Jesus Christus, meine Sünden, meine absolute Verlorenheit und meine völlige Unfähigkeit, durch eigenes Handeln selbst irgendetwas daran ändern zu können. Im kindlichen Glauben setzte ich mein ganzes Vertrauen völlig auf ihn und sein am Kreuz "ein für allemal" vollbrachtes Erlösungswerk und darf seither "schwarz auf weiß" voll Dankbarkeit wissen: Er hat mir einen "Platz im Himmel" geschenkt - Er sei gepriesen dafür!

Angelika Mehringer

"Ich wollte ins Kloster gehen ..."

Dank der kirchlich-religiösen Erziehung durch meine Mutter hatte ich schon immer das Wissen, dass es einen Gott gibt. Diesem Gott wollte ich schon von klein auf immer alles recht machen. In einer äußerlich wohlbehüteten und sonnigen Kindheit und Jugendzeit bin ich daher immer gern in die Kirche gegangen. Beichte, Erstkommunion und Firmung waren für mich dabei Höhepunkte, weil ich mich dadurch immer einen Schritt näher bei Gott wähnte.

Trotz allem tobte in meinenm Inneren aber ein Kampf. Ich wusste, dass ich ein schlechter, böser Mensch bin, woran letztlich auch die regelmäßige Beichte nichts zu ändern vermochte. Die Frage war: Was muss ich tun, und wann habe ich genug getan, um Gott wirklich zu gefallen?

Nachdem unter dem Einfluss meiner Kindergärtnerinnen, die katholische Nonnen waren, schon recht früh in mir der Wunsch aufkam, auch einmal Nonne zu werden, reifte in mir so immer mehr der Entschluss, nach dem Abitur in eine Kloster einzutreten. Ich dachte, nur auf diese Weise gefalle ich Gott, nur so hätte ich eine Chance, auch nach meinem Tod bei ihm zu sein. Meine Freizeit verbrachte ich nicht in Discos oder auf Parties, sondern in meiner Heimatpfarrei (Jugendarbeit) und in Klöstern (Einkehrtage).

In einem solchen Kloster in Bamberg lernte ich während einer Oster-Jugendfreizeit im Jahr 1982 Helmut, meinen jetzigen Ehemann, kennen. Er war der Grund, weshalb ich nach dem Abitur nicht ins Kloster ging, sondern nur ein Theologiestudium begann.

Helmut erzählte mir schon bald, dass er erst kurz vor unserer ersten Begegnung wirklich Christ geworden sei, was ich nicht verstand, weil er wie ich regligiös aufgewachsen war. Er konfrontierte mich auch mehr und mehr mit der Bibel, einem für mich bis dahin hauptsächlich aus Mythen und Märchen bestehendem alten Buch, was meist in heftigen Diskussionen endete.

So erfuhr ich schließlich aber, dass ich wohl trotz all meiner frommen Anstrengungen "auf der falschen Seite" - nämlich auf der des Teufels stehe. Jesus Christus aber sei für mich, für meine Sünden, Fehler und Unzulänglichkeiten gestorben - und nur durch den bedingungslosen Glauben an ihn und seinen Erlösungstod könne ich Gott wirklich gefallen und mir des ewigen Seins bei ihm sicher sein.

Nachdem ich schließlich eines Nachts einen schweren inneren Kampf durchfochten hatte, kapitulierte ich vor dem Sohn Gottes, dem ich mein ganzes Leben übergab und sein Erlösungshandeln für mich in Anspruch nahm, um schließlich wahrhaft zu wissen: Christus allein ist der Garant meines ewigen Heils.

Helmut und Angelika Mehringer bereiten sich seit ca. 2 Jahren auf einen Dienst in der Mission vor. zum Anfang