Die Situation spitzt sich zu. Schon bald würden Lärm und Fackeln in der Ferne die Dunkelheit und die Stille der Nacht zerreißen. Die Verhaftung durch die Menschen, die ihm nach dem Leben trachten, rückt näher.
Keiner seiner Anhänger erfasst das sich anbahnende Drama. Niemand steht ihm in dieser schwierigen Situation zur Seite. Niemand ermutigt ihn oder betet für und mit ihm. Selbst seine getreuesten Nachfolger sind bald von der Müdigkeit überwältigt eingeschlafen trotz seiner Bitte um Gebetsunterstützung.
Wenige Tage zuvor hatte er noch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestanden. Bewohner und Festbesucher Jerusalems hatten sich vor ihm niedergeworfen und ihn als Messias willkommen geheißen. Aber er hatte ihre Erwartungen nicht erfüllt. Jetzt war alles anders. Nun wollte man ihn nur noch loswerden, egal wie. Als Jesus Christus im Garten Gethsemane auf seine Feinde wartete, spürte er die Einsamkeit. Aus Angst vor dem, was vor ihm lag, rann sein Schweiß wie Blutstropfen zu Boden, doch er wurde von Gott gestärkt, um seinen Weg zu Ende zu gehen …
Es ist bekannt, wie das Drama weiterging. Jesus Christus wurde verhaftet, verurteilt und gekreuzigt. Seine Anhänger verstanden zunächst nicht, warum Jesus sterben musste. Später wurde ihnen klar: Jesus starb, weil ihre und aller Menschen Sünde gesühnt werden musste. Und allein der sündlose Sohn Gottes konnte dies bewirken, jeder andere Mensch muss ja schon für seine eigene Sünde sterben. Durch sein Sterben am Kreuz auf Golgatha er reichte Jesus Christus sein Ziel und starb für unsere Sünden, um auch uns die persönliche Beziehung zu Gott zu ermöglichen. Volker Koenig