Leuchtende Strände, tiefgrüne Palmen, azurblaues Meer: Die Aussicht auf einen Traumurlaub musste zu verlockend gewesen sein. Das Gewinnspiel war längst vorbei, doch diese Dame hatte kurzerhand das Datum in den Aktionsbedingungen durchgestrichen und mit einer neuen Jahreszahl überschrieben. So schickte sie ihre Teilnahmekarte an den Veranstalter – viele Monate, nachdem bereits ein glücklicher Gewinner die Reise angetreten hatte.
Man könnte meinen, dass der Mensch seit jeher dazu neigt, seine eigenen Bedingungen zu definieren, wenn nur der mögliche Gewinn attraktiv genug ist. Der erste Fall dieser Art findet sich schon früh in der Bibel: Gott hatte für Adam und Eva ein Paradies geschaffen. Hier gab es die herrlichsten Früchte, von denen sie nach Belieben essen durften; mit Ausnahme der Frucht eines einzelnen Baumes.
Von Interesse wurde das Verbotene erst, als die Schlange Evas Aufmerksamkeit darauf lenkte und dabei eine Verführungstaktik anwandte, die bis heute so wirkungsvoll wie verheerend ist:
1. Verwirren: »Sollte Gott wirklich gesagt haben …?«, so säte die Schlange erste Zweifel. Misstrauen gegenüber Gott ebnet der Sünde den Weg.
2. Verleugnen: »Keineswegs werdet ihr sterben!« Fehlt die Angst vor Konsequenzen, kann sich die Versuchung voll entfalten.
3. Versprechen: »Ihr werdet sein wie Gott!« Die falschen Angebote des Feindes klingen stets reizvoll. Selbst für die, die das alles im Überfluss hatten.
Zweifeln Sie manchmal an der Sinnhaftigkeit von Gottes Geboten? Lassen Sie sich nicht täuschen. Gottes Absichten für uns sind immer gut; seine Richtlinien sollen uns vor Schaden bewahren. Sabrina Nagel