Im letzten Jahr berichtete der »Focus« über Zwangsversteigerungen im Jahr 2005. Allein in Sachsen und Thüringen waren 19491 Häuser betroffen! Lassen Sie sich dieses grausame Wort »zwangsversteigert« einmal auf der Zunge zergehen! Da setzten Leute ihre Kraft, Zeit und ihr Vermögen ein, um ein Zuhause für ihre Familie aufzubauen und konnten nichts gegen die Veräußerung ihres Eigentums unternehmen. Alles war vergeblich!
Es ist eine Katastrophe, wenn man sich im Leben derart verkalkuliert. Nicht nur, dass Vermögen oder Firmen verloren gingen. Nein - auch Menschen werden innerlich ruiniert! Wie viele stehen z. B. allein und ausgelaugt da, die vorher ihre Familie verließen, um das Glück des Augenblicks zu suchen? Manche merken zu spät, dass sie sich alles zerstörten, als sie sich an die falschen Leute hängten.
Aber noch schlimmer ist es, wenn man sich in Bezug auf Gott und das ewige Leben verkalkuliert. Viele setzen darauf, dass es so etwas nicht gibt. Andere halten es mit der Devise: Wir kommen alle, alle in den Himmel. Manche beten in verschiedenen Situationen, tragen ein Kreuz um den Hals, spenden beachtliche Summen, lassen ihre Kinder taufen, konfirmieren und »kirchlich« heiraten. Aber - all ist in Bezug auf das ewige Leben »vergeblich«. Es gibt vielleicht ein gutes Gefühl, mehr aber nicht. Der rettende Glaube, von dem in der Bibel die Rede ist, meint das bewusste Anerkennen der zum Tod führenden persönlichen Sünde, der Annahme des stellvertretenden Kreuzestodes Jesu Christi mit der Lebensübergabe an ihn. Sonst heißt es irgendwann: »Leben unter dem Hammer«! Marcus Nicko